Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

 

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Im Jubiläumsjahr des Martin-Pollich-Gymnasiums (MPG) jagt ein Höhepunkt den anderen. Ganz vorne mit dabei die Junior- und die Senior Big Band mit ihrem traditionellen Konzert im Frühjahr. Was für ein Programm sich die rekordverdächtig vielen Musiker diesmal vorgenommen hatten, sollte in Anbetracht des Schuljubiläums schon im Vorhinein klar gewesen sein: Musik aus den letzten 50 Jahren.
Proben im Trainingslager

Seit Jahren ist das Konzert der beiden Big Bands der Schule fest im Veranstaltungskalender verankert. Drei Tage nehmen sich Musiker wie Lehrkräfte Zeit, in einem Trainingslager in Gersfeld die Stücke einzustudieren. Drei Tage Probenstress, die sich für die Zuhörer auszahlen. Bis auf den letzten Platz war auch diesmal die Aula gefüllt, und die Musiker kamen den hohen Erwartungen im Jubiläumsjahr der Schule gerne nach.

Die Junior Big Band machte den Auftakt und das in einer nie dagewesenen Größe. So viele Mitwirkende hatte Musiklehrer Urs John bislang noch nicht auf die Bühne gebracht. Mit „Zoot Suit Riot“ ging es gleich fetzig los, in „Porto Garibaldi“ von Gregory Yasinitsky ließ die Junior Big Band auch ein wenig brasilianische Einflüsse erklingen. Im „Jordu“ von Duke Jordan machten die Musiker einen Ausflug in die Welt des Jazz, bevor Yasmin Dankert stimmungsvoll das Thema aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“ sang. Mit „Shut up and dance“ von Walk the Moon rundete die Junior Big Band unter dem großen Beifall des Publikums ihr Programm schwungvoll-fetzig ab.

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Gesangstalent. Yasmin Dankert sang in Begleitung der Junior Big Band einen Song aus „Die Schöne und das Biest“.

Zum ersten Mal nahmen die Big Bands der Schule Platz auf der neuen Bühne. Wie Schulleiter Robert Jäger erläuterte, haben Zuwendungen des Landkreises, des Fördervereins wie private Spenden die Anschaffung der Bühne möglich gemacht. Sehr zur Freude des etwas weiter hinten sitzenden Publikums.

Marcel Steinrichter leitete auch diesmal die Senior Big Band des MPG und machte gleich zu Beginn klar, dass Glenn Millers Werk „A string of pearls“ zum programmatischen Titel des Konzerts werden sollte. Obwohl diesmal viel Neues und sehr Vielfältiges mit dabei war. Zum Beispiel ein Ausflug nach Kuba in „Sabor de Cuba“ von Victor López. Vor allem die Percussionisten hatten in diesem Werk ihre helle und auffällige Freude. Ihre Freude hatte auch Sophia Göpfert in dem Klassiker von Stevie Wonder „You are the sunshine of my life“.

Dem P-Seminar der Oberstufenschüler sei es gedankt, dass die Senior Big Band vielleicht bald ein Konzert voller Eigenkompositionen anbieten kann. Auch diesmal wieder waren drei Werke zu hören, die Schüler für Big Bands arrangiert haben. Den Auftakt machte Silas Weigand, der fünf bekannte Lieder aus den 1960er Jahren neu arrangierte.

Johannes Ballweg, begnadeter Solo-Saxofonist der Senior Big Band, hatte den Evergreen „Just the two of us“ von Bill Withers auf seine eigene Weise zusammengestellt, und Hanna Bardutzki entführte ihr Publikum in die 80er-Jahre mit „Let's Dance – Back to the Eighties“ in einem Medley bekannter Soundtracks, unter anderem aus dem Filmmusical „Grease“.

Des Weiteren begeisterte Salome Zirk mit einem Song von Ella Fitzgerald bevor die Senior Big Band in die weite Welt reiste. „Ulla in Africa“ ist ein Werk des deutschen Jazz-Saxofonisten Heiner Wiberny , der das Stück für seine Frau komponiert hat, die eine große Liebe zum afrikanischen Kontinent hegt. Stimmungsvoll und ausdrucksstark von der Senior Big Band gespielt. Als Zugabe spielten die beiden Big Bands gemeinsam, was die neue Bühne kapazitätsmäßig fast an ihr Limit brachte.

Bericht: Stefan Kritzer

Fotos: Andreas Groß

Link zum Bericht in der Main-Post