Home > Aktuelles > Fünf Jungs mit Rhythmus im Blut

 
 

Eine mittlere Sensation sei das schon, das war auch die Meinung von Ulrich Wehner, dem Leiter der Kreismusikschule.

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Empfang beim Landrat: Thomas Habermann (Zweiter von rechts) gratulierte den Landessiegern persönlich zu ihrem Erfolg. Sie revanchierten sich mit einem kleinen Standkonzert am Eingang des Landratsamts. Im Bild (von links) Tom Anschütz, Nils Simon, Peter Diestel (knieend), Schulleiter Ulrich Wehner, Roman Hoch (sitzend), Frank Stäblein und (rechts) Johannes Drescher.

Damit spielte er auf die fünf jungen Schlagzeuger vom Martin-Pollich-Gymnasium an, zugleich Eleven der Kreismusikschule: Roman Hoch, Nils Simon, Johannes Drescher, Peter Diestel und Tom Anschütz. Die hatten nämlich jüngst beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Bad Kissingen alle hervorragend abgeschnitten. Vier von ihnen haben sich sogar als bayerische Landessieger zum Weitermachen auf Bundesebene qualifiziert.

Das Sensationelle waren nicht nur die herausragenden Platzierungen als solche, sondern auch, dass sie alle Schützlinge desselben Lehrers sind. Und der heißt Frank Stäblein, seit knapp dreißig Jahren nun im Dienst der KMS für den Musikernachwuchs des Landkreises. Viele Erfolge konnte Stäblein schon feiern, überall im Landkreis ist er mit seiner großen Perkussionstruppe bekannt, wenn sie bei großen Festen auftreten. Aber diesmal war es die individuelle Förderung von fünf begabten jungen Herren, die er zu diesem erstaunlichen Erfolg führte.

Das erkannte auch Landrat Thomas Habermann uneingeschränkt an, als er die fünf am Donnerstag zusammen mit Frank Stäblein und Ulrich Wehner am Landratsamt empfing und ihnen zu ihrem Erfolg gratulierte. Er fand Worte der Anerkennung für sie und drückt beide Daumen, wenn es demnächst in der ersten Juniwoche nach Paderborn zum Entscheid auf Bundesebene geht.

Habermann ließ sich auch die Ergebnisse der Landessieger beim Landesentscheid mitteilen, und so erfuhr er: Roman Hoch aus Oberelsbach von der Altersgruppe 2 hatte mit 22 von 25 Punkten einen hervorragenden 2. Platz erreicht. Der ist umso bemerkenswerter, als der Wettbewerb für diese Altersgruppe mit dem Landesentscheid endet. Erstplatzierte aus der Altersgruppe 4 waren Niels Simon (Nordheim) und Johannes Drescher (Mellrichstadt) mit je 24 Punkten und Peter Diestel sogar mit 25 Punkten (von 25 möglichen). Tom Anschütz aus Oberstreu trat für die Altersgruppe 5 an und erzielte ebenfalls die Höchstzahl.
Begabung und ein guter Lehrer

Begabung, ein hervorragender Lehrer „als Hilfsmittel“, wie einer der fünf schmunzelnd sagte, und unermüdlicher Fleiß, gespeist von hoher Motivation, in dieser Reihenfolge – so stimmten die fünf jungen Herren zu – hätten sie sich als Perkussionisten entwickelt. Zum Teil sogar schon seit dem Vorschulalter. „Die Eltern nicht zu vergessen“, fügten sie unisono und dankbar hinzu, was auch ein erfreuliches Licht auf ihre persönliche Reife wirft.

Ein paar ihrer Instrumente hatten sie für den Landrat mitgebracht, nicht nur als Staffage für ein Pressefoto. Sie gaben auch eine Kostprobe ihres Könnens, was bei Thomas Habermann gleich rhythmische Bewegungen und Kopfdrehen bei den Passanten am Landratsamt auslöste. Mit dem Glückwunsch des Landkreis-Chefs hatten sie nun die öffentliche Anerkennung gefunden, die sie sich als Landessieger bei scharfer Konkurrenz gewiss verdient hatten. Und was auch motivierend wirken wird, möglicherweise sogar weit über Paderborn hinaus und in ihre individuelle Zukunft hinein.

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Bericht und Bild: Fred Rautenberg