Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

Am Donnerstagnachmittag, den 08.02.2018 unternahm das W-Seminar „Städte“ zusammen mit ihrer Geographielehrerin Frau StRin Michaela Wahler eine Exkursion nach Würzburg zur Stadtplanung. Dort informierte die Fachbereichsleiterin Frau Claudia Kaspar die Gruppe in einem 90minütigen Vortrag über ihre Arbeit bei der Stadt Würzburg.

 MPG Schüler

Zunächst erklärte sie den Schülern, dass man bei der Stadtplanung einerseits immer in die Zukunft denken muss, also das Potenzial eines Ortes in der Zukunft sehen sollte, andererseits aber auch statistische Werte wie die Einwohnerzahl berücksichtigen muss. Nach dieser allgemeinen Einführung in die Aufgaben der Stadtplaner ging die Referentin auf die historische Entwicklung Würzburgs ein, insbesondere auf die unterschiedlichen Stadterweiterungen bzw. Eingemeindungen im Laufe der Zeit. Sie betonte, dass Stadtplanung als „Querschnittsaufgabe“ zu sehen ist, da unterschiedliche Bereiche aus Verkehr, Umweltschutz etc. zusammengeführt werden müssten, und dies ein Prozess mit sehr vielen Beteiligten sei. In den letzten 10 Jahren sei dabei vor allem die Bürgerbeteiligung immer wichtiger geworden.

Anschließend referierte Frau Kaspar über die Erschließung des neuen Stadtteils am Hubland, dem ehemaligen Gebiet der Leighton Barracks. Dieser neue Stadtteil wurde 2009 zur Entwicklung freigegeben und soll Platz für ca. 4500 Einwohner bzw. 1800 Wohnungen auf einer Fläche von 135 ha bieten, was ungefähr der Fläche der Innenstadt entspricht. Nach ungefähr 10 Jahren sei nun 2/3 des Geländes entwickelt. Jedoch fehle immer noch ein schon lang gewünschter Straßenbahnanschluss zum Hubland, den vor allem die zahlreichen Studierenden begrüßen würden, die täglich dorthin pendeln. Beispielhaft sehen die Schüler/-innen des W-Seminars, wie der Planungsprozess bei diesem Projekt ablief. Nach der Diskussion in Bürgerplanwerkstätten über die Nutzung des Geländes wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Als der Sieger aus 40 Einsendungen feststand, ging es darum, einen Rahmenplan zu entwickeln und Ziele festzusetzen. Dabei fand auch ein Mobilitätskonzept, das z.B. Car-Sharing oder E-Mobilität beinhaltete, Berücksichtigung.

Um viele Erkenntnisse reicher trat die kleine Gruppe nach diesem informativen Nachmittag mit dem Zug wieder die Heimreise nach Mellrichstadt an.

Bericht und Bild: StRin Michaela Wahler