Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

Geschichtsunterricht vor Ort: Besuch der mittelalterlichen Reichsstadt Rothenburg

Kriminalmuseum in Rothenburg o.d.Tauber

Wie in jedem Jahr fuhr auch im Dezember 2017 die siebte Jahrgangsstufe mit ihren Geschichtslehrern nach Rothenburg ob(erhalb) der Tauber, um das Leben in einer mittelalterlichen Stadt ein bisschen lebendiger vermittelt zu bekommen als es in einer 45-minütigen Geschichtsstunde möglich ist.

Auf dem Programm standen jeweils eine Führung durch die historische Altstadt sowie durch das Kriminalmuseum. Hier wurden uns beispielsweise die Herkunft heutiger Redensarten („steinreich sein“, auf der Toilette „eine Sitzung abhalten“), die Rothenburgische Spezialität „Schneeball“, die Legende vom Meistertrunk, aber auch mittelalterliche Foltermethoden, Schul-, Schand- und Todesstrafen sehr unterhaltsam vorgestellt.

Nach einer kurzen Pause, in der die SchülerInnen den Reiterlesmarkt und die angrenzenden Gässchen auf eigene Faust erkunden konnten, rundete der gemeinsame Gang auf der sehr gut erhaltenen Stadtmauer die Exkursion ab. Eine gelungene „Geschichtsstunde“, denn ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Text: Carola Stelzer

 

Exkursion der 9. Klassen zur Gedenkstätte KZ Buchenwald 

Exkursion Buchenwald 2018

Die Auseinandersetzung mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte bildet im Lehrplan der neunten Jahrgangsstufe einen Schwerpunkt. So wird neben dem Zweiten Weltkrieg, dessen Ursachen und Verlauf, auch der Umgang der Nationalsozialisten mit Menschen, die keinen Platz in der NS-„Volksgemeinschaft“ haben sollten, thematisiert. In diesem Zusammenhang unternimmt die ganze Jahrgangsstufe eine Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald, um einen direkten Eindruck von dem menschenverachtenden Gewaltregime zu bekommen.

Auch in diesem Schuljahr erlebten die SchülerInnen einen sehr informativen Tag auf dem winterlich-kalten Ettersberg. Begonnen mit einem 30-minütigen Film über den Alltag der Häftlinge im Konzentrationslager folgte im Anschluss eine zweistündige Führung über das Gelände. In der verbleibenden Zeit konnten sich die SchülerInnen die Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers individuell anschauen.

Der zynische Schriftzug „Jedem das Seine“ am Eingangstor des KZ, die Arrestzellen im „Bunker“, in denen gefoltert und gemordet wurde, das Krematorium, Berichte über das Schicksal einzelner Häftlinge oder über den angrenzenden Zoologischen Garten für das Freizeitvergnügen der SS auf der anderen Seite des Lagerzauns schockierten die SchülerInnen und ließen sie sprachlos werden. So etwas darf sich nicht wiederholen!

Text: Carola Stelzer

 

Besuch des Vorbehaltsfilmes „Hitlerjunge Quex“ durch die 9. und 11. Jahrgangsstufe 

Die Propagandafilme aus der Zeit des Nationalsozialismus stehen heute unter Vorbehalt, d.h. ihre Aufführung ist nur in geschlossenen Veranstaltungen mit einer anschließenden Diskussion unter Moderation eines Mitarbeiters der Murnau-Stiftung zulässig. Am 10. April nun bot sich dank der Mithilfe des Meininger Kinos die Möglichkeit für unsere SchülerInnen einen solchen Film anzusehen. Der Titelheld des 1933 entstandenen „Hitlerjunge Quex“ ist ein Junge aus eigentlich sozialistischem Haus, der sich der Hitlerjugend anschließt und schließlich im Kampf mit den Kommunisten den „Märtyrertod“ stirbt. Obwohl der Film aus heutiger Sicht eher unsubtil ist, zeigte sich in der anschließenden Diskussion und in weiterführenden Gesprächen im Unterricht, dass die dargestellten Ideale auch heute noch ihren Reiz entwickeln.

Text: David Henkes

 

Juniorwahl am MPG

Die Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe konnten im Rahmen der bayernweit durchgeführten Juniorwahl an einer der echten Bundestagswahl nachempfundenen Wahlveran­stal­tung teilnehmen. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht und im Unterricht thematisiert. Erfreulich war, dass kein einziger Wahlzettel ungültig war!

Text: David Henkes