Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

Wandertag "Jüdisches Leben"

Als wir (9a und 9b) am 15.10.2019 unseren Wandertag starteten, fuhren wir zuerst zur Synagoge in Berkach und hörten uns im Inneren des Gebäudes einen Vortrag über die Geschichte der Synagoge und über das damalige Leben der Juden in diesem Dorf an. Danach gingen wir ein paar Straßen zu Fuß weiter und besuchten das ehemalige rituelle Badehaus.
Im Anschluss fuhren wir mit dem Bus zum Judenfriedhof in Kleinbardorf. Dort angekommen, liefen wir den Berg hoch, den damals schon die Angehörigen gehen mussten, um die Verstorbenen zu besuchen. Anschließend betraten wir noch einmal einen Leichenwaschraum und durften uns dann eigenständig auf dem Friedhof umsehen. Dabei hatten wir ein bedrücktes und auch ein friedliches Gefühl.
 
Text: Antonia Anschütz (9a) und Julie Filtzer (9a)
Fotos: Achim Höfling

Tage der Orientierung in Bad Königshofen

Nachdem wir, die zwei 9. Klassen am MPG, am Mittwoch, den 23.10. die ersten beiden Unterrichtsstunden hinter uns gebracht hatten, sind wir mit dem Bus nach Bad Königshofen gefahren. Im Haus St. Michael angekommen, war das erste sogenannte Teaming, bei dem wir die Teamer kennenlernten, die mit uns die nächsten Tage arbeiten würden. Nach dem Mittagessen hatten wir, wie auch am nächsten Tag, freie Zeit, um beispielsweise in die Stadt zu gehen. In dem Teaming am Nachmittag wurden die Themen gewählt, mit denen wir uns beschäftigen würden. Am Abend wurden verschiedene Workshops angeboten, wie zum Beispiel Yoga, das Angeberspiel oder ein Theaterworkshop. Der Donnerstag war voll von Stunden, in denen wir mit den Teamern Spiele spielten, die den Klassenzusammenhalt stärken sollen, aber auch andere Übungen machten. In den Pausen und am Abend verbrachten wir die Zeit mit Musik hören und machen, und Dingen, die man halt so macht, wenn man Zeit mit Freunden verbringt. Am Freitag gab es nochmal einen Rückblick auf die letzten zwei Tage, und dann ging es auch schon wieder zurück. Auch wenn es nur 3 Tage waren, glaube ich, dass jeder irgendetwas mitgenommen hat – und wenn es nur ein Kugelschreiber ist.

Text: Sofia Hoch, 9a
Foto: Achim Höfling 

Vortrag der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe: Leben der Kinder in Äthiopien

„Nur eine gerechte Welt bedeutet auch eine friedliche Welt.“

Unter diesem Motto lud Frau Maria Hisch, eine engagierte Referentin der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. (DAHW) aus Würzburg die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des Martin-Pollich-Gymnasiums am 02.02.2018 ein, mit ihr zusammen einen Blick auf das Leben der Menschen, und v.a. der Kinder in Äthiopien zu werfen. Mittels zahlreicher Bilder ihrer eigenen Besuche in diesem Land, aber auch vieler mitgebrachter Gegenstände (wie von afrikanischen Jungen selbstgebastelter Autos und anderer Spielzeuge, afrikanischer Tücher, Schulkleidung, Matten, Teller,…) weckte sie schnell das Interesse der Kinder an der Lebenswelt ihrer Altersgenossen. In einem zweiten Teil ihres lebendigen Vortrags, in den die Sechstklässler immer wieder aktiv eingebunden wurden, erläuterte sie auf kindgerechte Art, was es mit der ältesten Krankheit der Welt, der Lepra, auf sich hat und machte deutlich, dass man heute diese Krankheit heilen kann. Patienten, welche ein Jahr lang täglich zwei Antibiotikum-Tabletten schlucken, werden nicht mehr ausgeschlossen, sondern dürfen in ihrer Dorfgemeinschaft bleiben. Abschließend machte ein Film des P-Seminars eines Würzburger Gymnasiums, der von dem Besuch dieses Seminars in Afrika erzählte, wo mit Hilfe eines von den Schülerinnen und Schülern initiierten Sponsorenlaufs der Bau einer Schule finanziert werden konnte, deutlich, was ein solidarisches Miteinander der Menschen in der einen Welt bewegen kann.   

Bericht: OStRin Kerstin Frimark   

Besuch des Landesbischofs Herrn Bedford-Strohm

Am 05.07.2018 durfte die Schulfamilie des Martin-Pollich-Gymnasiums im Laufe des Schultages den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herrn Bedford-Strohm, als ihren Gast begrüßen. Der am Ende der ersten Pause mit einer kleinen Delegation an Begleitern aus dem kulturellen und kirchlichen Leben am Gymnasium Eingetroffene wurde herzlich von allen Anwesenden begrüßt und sprach auch selbst viele freundliche Worte, bevor er sich vor den Schülerinnen und Schülern der elften Klassen den von Frau Fraas zusammengestellten und moderierten Schülerfragen stellte. Seine sehr engagierten und inspirierenden Ausführungen wurden umrahmt von musikalischen Darbietungen am Flügel (Paula Zeeb) und an der Harfe (Elisabeth Kritzer). Äußerst aufgeschlossen und eloquent gab der Bischof bereitwillig Einblick in seine persönliche Lebens- und Glaubensgeschichtegeschichte, die ihn über den Umweg des angefangenen Jurastudiums zur Theologie führte. Er verdeutlichte seinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass er die Unterschiedlichkeit der Konfessionen als Reichtum empfindet und sich mit Freude an das als Christusfest gefeierte Reformationsjahr 2017 erinnert. Kritisch sah er den Druck, der auf den modernen Menschen laste, möglichst schön, sportlich, fit und wohlhabend zu sein, was keine Basis für ein zufriedenes Leben sein könne. Der Auftrag des Christen sei im Wissen um das eigene Angenommen- und Geliebtsein die Orientierung an dem Doppelgebot der Liebe, aus der auch ethische Verantwortung erwachse. An bewegenden Beispielen illustrierte Herr Bedford-Strohm angesichts der durch die Flüchtlingsströme und den Klimawandel ausgelösten humanitären Probleme die Notwendigkeit des Einsatzes für eine gerechte Welt. Die Kirchen sieht er hierbei als wichtige Akteure der internationalen Zivilgesellschaft. Als einen verantwortlichen Politiker sieht der Bischof denjenigen, der zwischen wirklicher Angst, die zum Problemlösen auffordert, und geschürter Angst zu unterscheiden versteht. Mit dem Hinweis auf Jesus, den nahen Gott, der den tiefsten Abgründen des Menschseins begegnen musste und ihn gerade als ein solcher mit dem Leid vertraute Gott immer wieder inspiriere und dem Wunsch an alle, Frieden mit sich selbst und Gott zu haben, sich von niemandem unter Druck setzen zu lassen und Freude am Leben zu haben, verabschiedete er sich von den versammelten Mitgliedern des MPG.

Bericht: OStRin Kerstin Frimark