Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

Exkursion der 9. Klassen nach Berkach und Kleinbardorf

Am 26.09.2017 brachen die 9. Klassen gemeinsam mit ihren Religionslehrern in zwei Gruppen nach Berkach und Kleinbardorf auf, wo sie eine Synagoge, eine Mikwe und einen jüdischen Friedhof gezeigt bekamen und von Frau Bach, Herrn Wintersteiner und Herrn Pfarrer Werner viele sachkundige Informationen erhielten. Durch die Begegnung mit den historischen Zeugnissen gelebten Glaubens einer anderen Religion wurde den Lernenden bewusst, dass heute dem erneut aufkommenden Antisemitismus deutlich entgegenzutreten ist.

Fahrt der 10. Klassen zu Besinnungstagen nach Rappershausen

Vom 27.11.2017 bis 29.11.2017 bzw. vom 05.03.2018 bis 07.03.2018 fuhren Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen zusammen mit ihren Klassenlehrern zu Besinnungstagen nach Rappershausen um dort gemeinsam mit dem Team von Frau Verena Hack im Rahmen der kirchlichen Jugendarbeit Wege zu sich selbst und zu einer besseren Klassengemeinschaft zu finden. Während dieser Tage hatten sie mit Hilfe angeleiteter Übungen die Gelegenheit, noch einmal eine besondere Form von Gemeinschaft zu erleben, bevor sie im nächsten Schuljahr ins Kurssystem eintreten und sich nicht mehr als einheitliche Klasse erleben werden.

Vortrag der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe: Leben der Kinder in Äthiopien

„Nur eine gerechte Welt bedeutet auch eine friedliche Welt.“

Unter diesem Motto lud Frau Maria Hisch, eine engagierte Referentin der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. (DAHW) aus Würzburg die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des Martin-Pollich-Gymnasiums am 02.02.2018 ein, mit ihr zusammen einen Blick auf das Leben der Menschen, und v.a. der Kinder in Äthiopien zu werfen. Mittels zahlreicher Bilder ihrer eigenen Besuche in diesem Land, aber auch vieler mitgebrachter Gegenstände (wie von afrikanischen Jungen selbstgebastelter Autos und anderer Spielzeuge, afrikanischer Tücher, Schulkleidung, Matten, Teller,…) weckte sie schnell das Interesse der Kinder an der Lebenswelt ihrer Altersgenossen. In einem zweiten Teil ihres lebendigen Vortrags, in den die Sechstklässler immer wieder aktiv eingebunden wurden, erläuterte sie auf kindgerechte Art, was es mit der ältesten Krankheit der Welt, der Lepra, auf sich hat und machte deutlich, dass man heute diese Krankheit heilen kann. Patienten, welche ein Jahr lang täglich zwei Antibiotikum-Tabletten schlucken, werden nicht mehr ausgeschlossen, sondern dürfen in ihrer Dorfgemeinschaft bleiben. Abschließend machte ein Film des P-Seminars eines Würzburger Gymnasiums, der von dem Besuch dieses Seminars in Afrika erzählte, wo mit Hilfe eines von den Schülerinnen und Schülern initiierten Sponsorenlaufs der Bau einer Schule finanziert werden konnte, deutlich, was ein solidarisches Miteinander der Menschen in der einen Welt bewegen kann.   

Bericht: OStRin Kerstin Frimark   

Besuch des Landesbischofs Herrn Bedford-Strohm

Am 05.07.2018 durfte die Schulfamilie des Martin-Pollich-Gymnasiums im Laufe des Schultages den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herrn Bedford-Strohm, als ihren Gast begrüßen. Der am Ende der ersten Pause mit einer kleinen Delegation an Begleitern aus dem kulturellen und kirchlichen Leben am Gymnasium Eingetroffene wurde herzlich von allen Anwesenden begrüßt und sprach auch selbst viele freundliche Worte, bevor er sich vor den Schülerinnen und Schülern der elften Klassen den von Frau Fraas zusammengestellten und moderierten Schülerfragen stellte. Seine sehr engagierten und inspirierenden Ausführungen wurden umrahmt von musikalischen Darbietungen am Flügel (Paula Zeeb) und an der Harfe (Elisabeth Kritzer). Äußerst aufgeschlossen und eloquent gab der Bischof bereitwillig Einblick in seine persönliche Lebens- und Glaubensgeschichtegeschichte, die ihn über den Umweg des angefangenen Jurastudiums zur Theologie führte. Er verdeutlichte seinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass er die Unterschiedlichkeit der Konfessionen als Reichtum empfindet und sich mit Freude an das als Christusfest gefeierte Reformationsjahr 2017 erinnert. Kritisch sah er den Druck, der auf den modernen Menschen laste, möglichst schön, sportlich, fit und wohlhabend zu sein, was keine Basis für ein zufriedenes Leben sein könne. Der Auftrag des Christen sei im Wissen um das eigene Angenommen- und Geliebtsein die Orientierung an dem Doppelgebot der Liebe, aus der auch ethische Verantwortung erwachse. An bewegenden Beispielen illustrierte Herr Bedford-Strohm angesichts der durch die Flüchtlingsströme und den Klimawandel ausgelösten humanitären Probleme die Notwendigkeit des Einsatzes für eine gerechte Welt. Die Kirchen sieht er hierbei als wichtige Akteure der internationalen Zivilgesellschaft. Als einen verantwortlichen Politiker sieht der Bischof denjenigen, der zwischen wirklicher Angst, die zum Problemlösen auffordert, und geschürter Angst zu unterscheiden versteht. Mit dem Hinweis auf Jesus, den nahen Gott, der den tiefsten Abgründen des Menschseins begegnen musste und ihn gerade als ein solcher mit dem Leid vertraute Gott immer wieder inspiriere und dem Wunsch an alle, Frieden mit sich selbst und Gott zu haben, sich von niemandem unter Druck setzen zu lassen und Freude am Leben zu haben, verabschiedete er sich von den versammelten Mitgliedern des MPG.

Bericht: OStRin Kerstin Frimark