Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

Klasse 5: in Planung

 

 

Klasse 6: „Die große Erzählung“ Theater im Klassenzimmer

 Mit Odysseus über das Mittelmeer (Dezember 2019)

Eine Maultrommel, einen Eimer, einen Regenschirm, ein Papierschiffchen, ein Feuerzeug, eine „Tüte voll Wind“, einen Hut, Schultische und die Tafel – mehr benötigte Vivian Frey nicht, um aus einem gewöhnlichen Klassenzimmer seine Bühne zu machen, auf der er kurzweilig und gekonnt unsere Sechstklässler in die griechische Mythologie entführte.

Homers Epos „Odyssee“ besteht aus 12.110 Versen – im Klassenzimmerstück „Die große Erzählung“ (Bruno Stori) werden die Erlebnisse des Odysseus während seiner Heimreise nach dem Trojanischen Krieg auf 60 Minuten heruntergebrochen. Eingebettet in die Rahmenhandlung um Rico, einem jungen Mann mit kindlichem Gemüt, der sich ebenso auf einer abenteuerlichen Reise nach Hause befindet, erleben die Schülerinnen und Schüler, wie es Odysseus gelingt, sich mit Mut, Tapferkeit und Geschick in der Fremde zurechtzufinden. Besonders fasziniert waren sie von der trickreichen Befreiung aus der Höhle des einäugigen Kyklopen Polyphem, aber auch von Odysseus` Ideen, die singenden Sirenen und die Zauberin Circe zu überlisten.

Nicht nur inhaltlich, sondern auch „methodisch“ war die Aufführung ein Gewinn. Mit vollem Körpereinsatz und sportlichem Talent sprang Vivian Frey auf Tische und Fensterbänke, suchte immer wieder die Begegnung mit den Schülern und hielt so ihre Aufmerksamkeit geschickt aufrecht. Dafür wurde ihm am Schluss mit einem lebhaften Applaus gedankt.

In der anschließenden Fragerunde erläuterte der Schauspieler viele Details zum Zustandekommen des Stücks und beantwortete Fragen zu seinem Werdegang als Schauspieler und seinem Berufsalltag am Meiniger Theater.

Eine rundum gelungene Vorstellung – bunt, lebendig, spannend.

 Text und Foto: Carola Stelzer

Klasse 7: in Planung

 

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Q 11 "Urfaust"

„Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch, du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, dann will ich gern zugrunde gehen.“ skandiert Faust im gleichnamigen Werk von Johann Wolfgang von Goethe und er meint es ernst mit dem Pakt, den er mit Mephisto, dem Teufel, geschlossen hat. Zu diesem fühlt er sich durch seinen unbändigen ungestilltem Wissendurst getrieben, frustriert wendet er sich von der Theorie ab und lässt sich von Mephistopheles in eine Welt des irdischen Genusses entführen.

Ohne die im „Faust I“ ausufernden Szenen, die dieses hemmungslose menschliche Treiben darstellen, bleibt der Handlungsstrang im „Urfaust“ übersichtlich. Ein überzeugender Darsteller (Vivian Frey) in der Rolle des Faust und ein genialer Phillip Henry Brehl als Mephisto verbunden mit einem „nassen“ , aber ansonsten sehr kargem Bühnenbild, bringen die Charaktere der beiden Figuren mitsamt dem gespaltenen Verhältnis zueinander im Meininger Staatstheater auf die Bretter. Und wie! Nach Stunden im Klassenzimmer, in denen der Text in Teilen interpretiert wurde, wurde den SchülerInnen der Q11 ein wirklich tolles Schauspiel geboten. Der Wiedererkennungswert war aufgrund der relativen Texttreue sehr hoch, der Besuch kurzweilig und allemal ein lohnender Zusatz zum Deutschunterricht.

29.11.2019, Alexandra Beck

 

 

Klasse 12: in Planung