Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

Der Kammerchor im achtziger Look.

Im vergangenen Jahr konnte die Senior Big-Band, die wie immer am Ende des Konzerts spielt, nicht mehr alle Stücke abspulen. Einsetzender Regen beendete das Schuljahresabschlusskonzert des Martin-Pollich-Gymnasiums abrupt. Diesmal hatten die Musiker mehr Glück. Kein Wölkchen trübte den Himmel, bei angenehmen Temperaturen war es für das Publikum prima, draußen zu sitzen und Musik zu hören. Vor allem solche Musik.

„Sie müssten diesen Blick auch mal haben“, schwärmte Schulleiter Robert Jäger von der Bühne herab. „Es ist so schön, dass wir heute hier draußen unser Konzert veranstalten können.“ Die Veranstaltung im Schulhof statt in der überhitzten Oskar-Herbig-Halle – dem Publikum sollte das sehr recht sein. So recht, dass nach Ende der Pause dreimal ein Schlagzeugsolo erklingen musste, um die Zuhörer mit einem Spritz in der Hand wieder zum Hinsetzen zu bewegen.

Mal wieder haben die Musiker des Gymnasiums einen Schritt nach vorne gemacht. Mal wieder sind sie besser geworden, professioneller im Auftritt, sicherer auf der Bühne. Auch die opulente Technik – alles hatten die Schüler im Griff. 

Vorbereitung im Trainingslager

In einem dreitägigen Trainingslager auf Burg Rothenfels hatten Urs John, Heinz Pallor, Marcel Steinrichter und weitere Lehrer die Schüler fit gemacht für das wichtigste Konzert des Jahres. Ein Konzert, dass einen Hörgenuss von der ersten bis zur letzten Minute darstellte.

Allein der Auftakt! Das Schulorchester (Leitung: Marcel Steinrichter) mit dem 1. Satz aus Dvoøáks „The new World“, arrangiert für ein Beatensemble, mit viel Ausdruck, Gespür, Vielschichtigkeit und Einfühlungsvermögen gespielt. Was das Orchester der Schule drauf hat, zeigte sich aber beinahe noch stärker in Jacob de Haans „Dakota“, aus dem die Musiker fünf Stücke ausgesucht hatten. Einfach brillant.

Überwiegend junge Damen im Mittelstufenchor.

Ein Beispiel für das harmonische Zusammenarbeiten der Schule mit ihren Schülern in den Chören war im zurückliegenden Schuljahr im Unterstufenchor zu bewundern. Chorleiter Marcel Steinrichter war phasenweise in Elternzeit. Kein Problem, dann übernehmen halt Schülerinnen wie Yasmin Dankert und Katharina Schock die Proben. Für Steinrichter eine Selbstverständlichkeit, den Damen im Jahresabschlusskonzert den Taktstock für zwei Lieder wie „A World of Peace and Harmony“ oder „Irgendwas bleibt“ zu überlassen.

Glänzend aufgelegt auch die Junior Big-Band unter der Leitung von Urs John. Mit Sängerin Katharina Straus in „All about the Bass“ und richtig fetzig in der „Swing Machine“ von Larry Neck. Der Mittelstufenchor, ebenfalls unter Johns Leitung glänzte mit dem „Java Jive“ (Klavier: Leah Schneider) und dem A-Capella-Ohrwurm „Only you“.

Schulband lässt es krachen

Schulband in Aktion.

Nach der langen Pause im abendsommerlichen Ambiente des Schulhofs ließ es die Schulband richtig krachen. Für „Wir leben den Moment“ genauso wie für „I don't dance“ gab es einen Beifallssturm. Der Kammerchor (Leitung: Heinz Pallor) erntete die ersten Lacher schon beim Betreten der Bühne. Schließlich hatten sich die Sängerinnen und Sänger gemäß ihrer Songauswahl passend im Look der 1980er Jahre gekleidet. Neonfarben und weiße Socken, bunte T-Shirts und Sonnenbrillen. Alles im Stil der 1980er, den viele Eltern noch allzu gut in Erinnerung haben. Ein Medley aus Flashdance, Whitney Houstons „I wanna dance with somebody“, Madonnas „Material Girl“, Michael Jacksons „Thriller“ oder Lionel Richies „All night long“ sang und tanzte der Kammerchor in begeisternder Art und Weise. Riesenbeifall für diesen Ausflug in die Musik des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Traditionell spielte die Senior Big-Band zum Konzertfinale auf (Leitung: Marcel Steinrichter) und riss das Publikum unter anderem mit „Sway“ gesungen von Katharina Schock oder dem Metallica-Hammer „Enter Sandman“ mit einem Gitarrensolo von Timo Schneider beinahe von den Stühlen. Yasmin Dankert sang als Zugabe das wunderbare „Somewhere“ aus dem Musical „West Side Story“, bevor das Ensemble mit einer fetzigen Samba noch mal alle Reserven hervorholte. Ein klasse Konzert, ein wunderbarer Konzertabend. Im nächsten Jahr gerne wieder, bei genauso schönem Wetter.

Bericht: Stefan Kritzer

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Fotos: Karmen Wille