Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

Auf Initiative der Französisch-Lehrerin Stefanie Gilges machte das „France Mobil“ auch in diesem Schuljahr Halt am Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt. Dabei kamen die Schülerinnen und Schüler der sechsten, neunten und zehnten Jahrgangsstufen in den Genuss eines etwas anderen Französisch-Unterrichts.

 

Baguette, Jeanette, Claudette, une Cigarette,
Baguette, Jeanette, Claudette, une Cigarette....

Referent Antoine Sourdeau (links) wusste die Schülerinnen und Schüler jahrgangsübergreifend mit interaktivem Unterricht zu begeistern.

Hinterm Steuer des „France Mobil“ saß mit Antoine Sourdeau aus Lille ein waschechter Franzose, der seit Oktober 2018 bereits in 80 Grund-, Real,- Mittel- und Berufsschulen sowie Gymnasien und Universitäten zu Gast war, um junge Menschen für die französische Kultur und Sprache zu begeistern. Das Programm „France Mobil“ wurde 2002 von der Robert-Bosch-Stiftung und der Französischen Botschaft im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft ins Leben gerufen. Seitdem touren junge Kulturreferenten in bunt beklebten Autos quer durch Deutschland.

Die französischen Lektoren haben eines gemein: Sie sind jung, offen, sympathisch und finden schnell einen „Draht“ zu den Schülern. Antoine Sourdeau, der für die bayerischen Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie die Oberpfalz zuständig ist, wusste mit spielerischen Mitteln bereits die Kinder der sechsten Jahrgangsstufe, die erst in diesem Schuljahr mit Französisch als zweiter Fremdsprache begonnen haben, zu animieren, ihre bisher erworbenen Sprachkenntnisse anzuwenden. Französische Begriffe wie „Je m’appelle“, „Un, deux, trois, quatre…“ oder auch „Ça va bien!“ wurden wie selbstverständlich verwendet. Dabei stellten die Kids fest, dass sie schon viel auf Französisch verstehen können.

In der neunten und zehnten Jahrgangsstufe begeisterte Antoine Sourdeau die Jugendlichen ebenfalls mit Spiel- und Spaßunterricht, allerdings bereits auf deutlich höherem Fremdsprachenniveau. Dass in der Vorstellungsrunde oder beim Bingo ausschließlich Französisch gesprochen wurde, fiel in der lockeren Atmosphäre nicht schwer und die Unterrichtsstunde verging wie im Flug.

Wie der Referent im Gespräch mit dem Streutal-Journal mit zauberhaftem Akzent verriet, liegen dem „France Mobil“-Büro in Erlangen, für das er tätig ist, rund 150 Anfragen für Besuche vor. Dass das Martin-Pollich-Gymnasium stets weit oben auf der Liste der Schulen steht, die in den Genuss eines solchen kommt, ist vorrangig dem Engagement von Französisch-Lehrerin Stefanie Gilges zu verdanken, zu der man intensive Kontakte pflegt. Bleibt also abschließend zu sagen: „Merci, Madame Gilges – Merci et au revoir, Antoine!“

Bericht und Foto: Carmen Hahner (Streutaljournal)