Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt

Naturwissenschaftlich-technologisches und Musisches Gymnasium

Zweimal Trompete, Klavier, Horn, Saxophon, Percussion und dazu Gesang – schon die Instrumente, die die Schüler des Q11-Musik-Addtiums des Martin-Pollich-Gymnasiums Mellrichstadt ins Kloster WECHTERSWINKEL mitgebracht hatten, versprachen eine große musikalische Vielfalt. Vor einem stattlichen Publikum hatten sie Gelegenheit, ihr Können nach einem halben Jahr Oberstufe im festlichen Ambiente des Konzertsaales zu präsentieren und Bühnenerfahrung außerhalb des Schulhauses zu sammeln.

Strahlende Gesichter nach einem gelungenen Kammerkonzert im Kloster Wechterswinkel: (von links) Schulleiter Robert Jäger, Musiklehrer Heinz Pallor, Gavin Porch, Theresa Schneider, Franziska Seufert, Emma Beck, Sofie Räder, Lena Gütling, Musiklehrer Urs John, Felix Hoch und Philipp-Leon Müller.

Schulleiter Robert Jäger war zuständig für die Begrüßung, Musiklehrer Heinz Pallor für die launige Moderation, sein Kollege Urs John für die gefühlvolle Klavierbegleitung. Wie Jäger eingangs verriet, saßen die acht jungen Instrumentalisten am Vormittag noch über einer Chemie-Klausur, nun stünden sie im Rampenlicht. Im abwechslungsreichen Kammermusikkonzert stimmte die Chemie zwischen den Zuhörern und Aufführenden schonmal auf Anhieb.

Gleich zu Beginn legte Emma Beck die Messlatte hoch. Die junge Trompeterin aus Oberstreu präsentierte zur Begrüßung mit Begeisterung zwei Sätze aus einer Sonate in F-Dur von Georg Friedrich Händel, mit der Ballade „Demelza“ von Hugh Nash war sie auch dafür zuständig, den Gästen den Heimweg zu versüßen.

Lena Gütling nahm am Steinway-Flügel Platz und zog das Publikum mit Werken von Johann Sebastian Bach (Partita B-Dur, Menuett I) und Frederic Chopin (Nocturne F-Moll, op. 55, Nr. 1) in ihren Bann. Die junge Pianistin strahlte selbst bei den schwierigsten Passagen noch eine bewundernswerte Sicherheit, Harmonie und Freude aus.

Nicht etwa auf der Geige – nein, auf dem für ein Kammerkonzert eher ungewöhnlichen Es-Horn spielte Theresa Schneider. Auf diesem wagte sie sich an die getragene „Sonata in F-Dur“ des italienischen Komponisten und Violinisten Arcangelo Corelli.

Ein junger Mann und eine junge Dame traten mutig mit ihrer eigenen Stimme vor das Publikum. Gavin Porch (Bariton) sang mit „Sebben Crudele“ aus der Oper „La constanza in amor vince l‘inganno“ eine leidenschaftliche Liebeserklärung, außerdem das Lied „Stars“ aus dem Musical „Les Miserables“. Franziska Seufert (Sopran) sorgte mit glasklarer Stimme und einem Stück aus dem Broadway-Musical „Beauty and the Beast“ für Gänsehaut-Momente. Für diese gefühlvoll vorgetragenen Gesangsdarbietungen bedankten sich die Zuhörer mit besonders viel Applaus.

Sophie Räder entlockte ihrem Saxophon die schönsten Klänge. Die junge Musikerin präsentierte mit „Poeme pour saxophone alto et orchestra“ ein wundervolles Klanggedicht des zeitgenössischen Komponisten Pierre-Philippe Bauzin. Die hohen musikalischen und technischen Herausforderungen des Werkes meisterte sie spielend.

Weiter ging‘s im Dreivierteltakt: Felix Hoch spielte auf der Trompete einen virtuosen Konzertwalzer des dänischen Trompeters und Komponisten Thorval Hansen. Dem Beifall der Besucher nach zu urteilen muss sich der Oberstufenschüler um eine gute Musiknote im Abitur wohl keine Sorgen machen.

Philipp-Leon Müller sorgte mit der Percussion-Komposition „Inspirations Diabolique“ (Teuflische Inspirationen) von Rickey Tagawa nicht nur für Abwechslung, sondern für einen der Höhepunkte im Programm. Dabei benutzte er alle ihm zur Verfügung stehenden Schlaginstrumente: Stöcke, Besen, sogar die bloßen Hände. Teuflisch gut!

Die jungen Künstler machten nicht nur beste Werbung für den musischen Zweig des Martin-Pollich-Gymnasiums (Robert Jäger: „Wichtig für uns, weil unser Aushängeschild“), sondern auch für sich selbst. Denn dieses Kammerkonzert zum Ende des Ausbildungsabschnitts Q11 war nur das erste von insgesamt vier solcher „Generalproben“ vor den Abiturprüfungen. Ganz bestimmt werden sich die begeisterten Zuhörer diesen Musikgenuss auch das nächste Mal nicht entgehen lassen.

Franziska Seufert sang mit viel Gefühl ein Stück aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“.

   


Felix Hoch präsentierte auf der Trompete einen virtuosen Konzertwalzer, Franziska Seufert sang mit viel Gefühl ein Stück aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“ und musikalisch begrüßt und verabschiedet wurden die Zuhörer von Trompeterin Emma Beck, am Klavier begleitet von Urs John (Bilder von links).

 

Bericht und Fotos: Carmen Hahner/Streutal-Journal